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1–2 minutes

Der Stumme Raum

Im Leben gibt’s kein Schild, das ruft,
kein Weg, der sanft den Schritt erhält,
die Welt ein Feld, von Wind zerwühlt,
kein Stern, der dir den Kurs erhält,
ein leerer Raum, der dich erhält.

Die Stille spricht, doch ohne Zwang,
kein Pfad, der dich zum Ziel erwählt,
wie Herbst, der Laub vom Baum erhält,
du stehst allein, der Tag so lang,
ein Echo nur, das dich erhält.

Wo Schritte hallen, ohne Plan,
kein Licht, das dir den Schritt erhält,
wie Schnee, der still die Nacht erwält,
du trägst den Raum, so gut du kannst,
ein Schatten, der den Raum erwält.

Die Leere wiegt, doch zwingt sie nicht,
kein Ruf, der dich zum Lauf erwält,
wie Meer, das Wellen still erhält,
du hältst den Moment, der Blick so schlicht,
ein Atem, der den Sinn erwält.

Im offenen Feld, kein Schild, kein Zwang,
die Stille ruft, der Tag so lang,
wie Herbst den Raum in Schnee erwält,
du stehst, wo Leere wiegt so schlicht,
der Moment allein dein Sinn erhält.


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